Fliegermuseum Oberaargau 2026

Organisation Präsident CFS Dieter Gugelmann
Text: Dieter Gugelmann, Fotos: Diverse Personen


DAS FLIEGERMUSEUM IN BLEINBACH WAR MEHR ALS EIN BESUCH WERT
15 gut gelaunte CFSler fanden sich am Samstag, 30. Mai auf dem Parkplatz des Fliegermuseum in Bleienbach ein. Es war ein strahlender Frühlingstag und auf der Flugpiste des Flugplatzes Bleienbach herrschte bereits reger Betrieb. Alle harrten gespannt der Dinge welche in den nächsten 5 Std. auf sie zukommen würden.

Pünktlich und gut gelaunt empfing uns Peter Daetwyler Senior Chef (Berater) der Firma Daetwyler Swiss Tec und gleichzeitig Chef vom Fliegermuseum Oberargau. Wie kam die Verbundenheit der Firma Daetwyler mit der Fliegerei aus der dann das Museum hervor ging? Lesen Sie dazu unten die
GESCHICHTE. Peter präsentierte als Einführung ein Video und machte uns «gluschtig» auf die kommende Führung durch das 3’000 m² grosse Museum. Peter streute viele Anekdoten aus der Aviatik im Laufe des Rundgangs ein. Es ist unmöglich hier alles aufzuzählen was wir alles sahen und erfuhren. Vielen Dank Peter, dass Du Dir die Zeit genommen hast uns das Museum mit all seinen «Trouvaillen» zu zeigen.

Nach der Führung dislozierten wir ins Restaurant «Flügerli» wo wir herzlich empfangen wurden. Der Club offerierte den Anwesenden den Apéro und danach genossen wir ein hervorragendes Mittagessen. Alle waren sich einig, dass der Anlass einmalig war und es sich gelohnt hat nach Bleienbach zu fahren.


GESCHICHTE DER FIRMA DAETWYLER
1943

Die Firma wurde 1943 in Dietikon vom damals 27-jähringen May Daetwyler gegründet. Der Fokus lag auf der Wartung und Überholung von Flugzeugen. 1951 wurde die Firma nach Bleienbach verlegt.

1956
Max Daetwyler und Lilly Schneeberger gründen die Max Daetwyler Co. mit dem Ziel, Teile für die zivile sowie militärische Luftfahrt zu entwickeln und herzustellen. Im Rahmen des Rüstungsprogramms der Schweizer Armee zur Beschaffung von Mirage-Kampfflugzeugen erhält Daetwyler einen substanziellen Auftrag für die Fertigung von Subsystemen.

1960
Das Mirage-Programm wurde aus politischen Gründen abrupt gestoppt. Daetwyler orientiert sich innert kürzester Zeit um und findet neue Geschäftsmöglichkeiten in der grafischen Industrie (Tiefdruck). Das Interesse an der Fliegerei blieb und so konstruierte man ein eigenes Flugzeug.

1983
Am 12. August absolviert das zweisitzige Trainingsflugzeug Swiss Trainer, eine komplette in modularer Bauweise aufgebaut Eigenentwicklung von Daetwyler, erfolgreich seinen Jungfernflug.


GESCHICHTE FLUGPLATZ BLEIENBACH
Der Flugplatz hat schon eine lange Geschichte hinter sich. Der eigentliche Ursprung war vor dem 2. Weltkrieg. Am 29. September 1934 stimmte die Burgergemeinde Bleienbach einem Pachtvertrag mit der Sektion Langenthal des AeCS zu.
Das Terrain war sehr sumpfig. Ein grosses Drainagennetz wurde für die Wasserableitung in die Altache gelegt. Anschliessend erfolgte eine Grobplanie der Piste. Im Frühjahr 1935 konnte das fertig planierte Feld angesät werden.

Einweihung des Flugplatzes
Nach Beendigung der Emdarbeiten konnte der Flugplatz Langenthal-Bleienbach am 31. August und
1. September 1935 feierlich eingeweiht werden. Für diesen Grossanlass waren nicht weniger als 18 Komitees an der Arbeit. 51 Ehrengäste sind im Festführer aufgeführt.

Einige Programmschwerpunkte:
♦ Segelflugschulung vom Rutscher bis zur Hochstart-Demo
♦ Passagierflüge mit der Fokker XI (12 Min. Rundflug für 12.-)
♦ Militärstaffelflüge von Payerne mit Landung

Der 2. Weltkrieg
Im Herbst 1939 brach der 2. Weltkrieg aus, wodurch die private Fliegerei für fast sieben Jahre unterbrochen wurde. Fliegerkompagnien belegten den Flugplatz. Damit auch etwas schnellere Flugzeuge ab Bleienbach starten konnten, wurde 1940 die Piste ostwärts verlängert. Schon ein Jahr später genügte der Flugplatz den noch schnelleren Flugzeugen nicht mehr und die Militärflieger kehrten dem Bleienbachermoos den Rücken.

Weiterentwicklung
Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs entwickelte sich der Flugplatz laufend weiter. Es wurden neue Hangar gebaut und auch ein Clublokal, welches in der Zwischenzeit mehrere Male seinen Standort wechseln musste, wurde gebaut.

Neue Piste im 2007
Anfang des neuen Jahrtausends befasste sich eine Kommission mit Vertretern aus allen auf dem Flugplatz ansässigen Organisationen mit dem Bau einer befestigten Piste. Das ursprüngliche Moorgebiet machte seinem Namen alle Ehre und führte nicht selten dazu, dass Flüge nicht oder mit weniger Passagieren als geplant durchgeführt werden konnten.

Nach mehreren Jahren Vorarbeit und acht Wochen Bauzeit, konnte die neue 580m lange und 18m breite Asphaltierte Piste Anfang Mai 2007 offiziell eingeweiht werden.

Hangar Erweiterung
Im 2014 kam dann noch ein grösserer klimatisierter Hangar hinzu.Abmelden

Entwicklung des Flugplatzes
Prospekt Fliegermuseum

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